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Wie ich meine Angst überwunden und Karaoke zu lieben gelernt habe
Thu, July 08, 2010Musikbranchen-Bloggerin Fong Chau
Ich war nicht immer ein Karaokefan. Als jemand, der ziemlich schüchtern ist, fand ich die Vorstellung, vor einem Haufen Leuten zu stehen und zu singen, absolut grauenhaft - bis ich es selbst ausprobiert habe.
Ich hatte es mir wie ein Vorsingen für Das Supertalent vorgestellt, bei dem du da stehst und darauf wartest, dass dich alle beurteilen und auslachen, weil du diese schräge Person bist, die wie eine gewürgte Katze klingt. Aber nichts davon könnte der Wahrheit ferner sein.
Ich hatte mein Karaokedebüt auf der Geburtstagsparty einer Freundin mit These Boots Are Made For Walking, das in der Originalversion von Tammy Wynette gesungen wird. Ich hatte gerade diese tollen Stiefel mit Absätzen gekauft, die eher zum Angeben als zum Laufen gemacht waren, aber mein Selbstvertrauen ankurbelten.
Sobald ich den Mund öffnete, feuerten mich meine Freunde an und als ich beim Refrain anlangte, jubelte der ganze Raum und alle sangen mit.
Je länger ich sang, umso besser wurde ich. Ich war nicht mehr die Langweilerin mit dem Schreibtischjob und einem weit überzogenen Bankkonto - ich war von Beyonces und Mariah Careys Geist beflügelt (wenn auch meine Stimme nicht so ganz an ihre heranreichte). Die Leute feuerten mich nicht an, weil ich eine gute Sängerin war (glaubt mir, das bin ich ganz und gar nicht), sondern weil ich ganz offensichtlich eine Menge Spaß hatte und sie ebenfalls.
These Boots Are Made For Walking ist nach wie vor auf meinem iPod und ich höre es mir immer wieder an, wenn es mir nicht so besonders geht oder wenn mein Selbstvertrauen etwas angeschlagen ist. Es erinnert mich daran, dass ich den Mut habe, vor einem ganzen Raum voller Leute zu singen, und dass es nicht viel gibt, was mir jetzt noch Angst machen kann. Außerdem wird meine nächste Karaokesession NOCH besser, wenn ich mir den Text merken kann.
Name: Fong ChauAlter: 27
Lieblingskaraokesong: Total Eclipse Of The Heart
Peinlichster Moment in meiner Karriere: Beim Interview meiner Lieblings-DJs eine Reihe Stahlspinde umzuwerfen.
Erstes Album: True Blue von Madonna. Es muss einer meiner älteren Schwestern gehört haben, ich kann mich aber erinnern, dass ich es mir tagaus, tagein angehört und dazu getanzt habe.
Amüsante Tatsache: Der Schlussmonolog in Michael Jacksons Thriller macht mir noch immer solche Angst, dass ich das Zimmer verlassen muss, wenn er läuft.
Über mich
Ich habe Musik schon als Kind geliebt und habe das große Glück, seit fünf Jahren meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, dass ich darüber schreibe. Wie so viele andere habe ich davon geträumt, in einer Band zu spielen, aber das einzige Instrument, das mich meine Eltern als Kind zu spielen lernen ließen, war die Klarinette, also habe ich stattdessen angefangen, über Pop zu schreiben. Im Lauf meiner Karriere hatte ich bisher das Vergnügen, Keane, Coldplay, Muse und Florence Welch kennenzulernen.
Immer, wenn ich eine schwierige Entscheidung treffen muss, frage ich mich: „Was würde Beyonce tun?“
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01/07/2011 06:26 am by Franklin & Marshall
